Neben diesen Einkaufswagenparkplätzen

2008:07:09 um 23:51:03 | Veröffentlicht in Erlebtes, Sachen die ich nicht versteh’. | 4 Kommentare
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da wo man beim Supermarkt die Dinger abholt und wieder hinbrigt keinen Abfallbehälter/Papierkorb anzubringen.
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Update:

Penny-Markt-Parkplatz

Plus-Parkplatz

Trink und Spare Parkplatz

Edeka-1-Parkplatz

Edeka-1-Parkplatz

Edeka-2-Parkplatz

Edeka-2-Parkplatz

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Muharhar,

2008:07:08 um 18:27:46 | Veröffentlicht in Fundstücke, Unfug | 4 Kommentare
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grad bei Frau Vivaldi gefunden.

Glück auf! :–)

Grad Tatort geguckt,

2008:07:08 um 18:22:25 | Veröffentlicht in Erlebtes, Unfug | Hinterlasse einen Kommentar
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und das Genialste daran ist, dass im Anschluss die Kann Nich gar nicht kommt, stell ich soeben (12.05.08 ) fest.

Harsch! – oder: Naher Osten Teil 04a

2008:07:08 um 18:17:27 | Veröffentlicht in Erlebtes, Galabau | 1 Kommentar
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Am Dringensten war es, in der unteren Halle, die für die Auslieferung gebaut wurde, das Planum zu erstellen. Weil die Holländer zum Pflastern kommen sollten und die legten per Maschine locker 4 Sattel am Tag weg. Dafür wurden mir unsere zwei Thüringer zugeteilt.

Der schweigsame Dieter auf dem Radlader und der immerzu sabbelnde Ronald an der Schaufel. Das Problem war, dass Dieter erst seit wenigen Tagen auf dem Radlader saß und den Schotter nicht vernünftig einbauen konnte, wenn man ihm Handzeichen gab reagierte er zwar, aber entweder im Zeitlupentempo oder zu ruckelig und die Zeit, die er brauchte, um neuen Schotter von draußen zu holen war vollkommen indiskutabel. Ronald auf die Maschine zu setzen wurde mir ausdrücklich verboten, was seinen Grund hatte. Nach einiger Zeit setzte ich mich auf die Maschine was beim Schotter holen und einbauen etwas Zeit sparte, aber das brachte nicht wirklich etwas, wie ich bald feststellen musste. Dieter war zwar immer bei der Sache, aber tat sich schwer mir die passenden Handzeichen zu geben und das Abstecken und Schnüre spannen auf Höhe ging ihm auch nicht so recht von der Hand. Außerdem fiel mir auf, dass er, wenn er mit Ronald zusammen war, sich die ganze Zeit von ihm ablenken ließ und auch zu oft quatschte und rauchte. Jedenfalls hatte das so keinen Zweck als ich mir das Ergebnis nach einiger Zeit von nahem beguckte. Zu hoch, zu tief, zu buckelig. Planum konnte man das nicht nennen. Also Dieter wieder auf die Maschine und ich mit Ronald an die Schaufel. Beim Schnüre spannen konnte dieser mir auch nicht helfen, weder kapierte er trotz mehrfachem Erklären wie man eine Schnur straff zieht, noch konnte er einen Pinn gerade in die Erde kloppen, ich fragte mich was der wohl vorher gearbeitet hat. Lokführer soll er gewesen sein, unter Tage, kaum zu glauben. Nach einiger Zeit viel mir auf, dass überall wo Ronald war, der Schotter zu hoch eingebaut war. Auf meine Nachfrage auf welcher Höhe er denn einbaut antwortete er ganz stolz: auf 14cm. Aber jedesmal wenn ich nachmaß kam ich auf 12, 11 und sogar 10cm. Auf meine Beschwerden, dass das bei einem 10er Pflasterstein ja wohl eindeutig nicht ginge guckte er jedesmal bedröppelt und sagte er würde das gar nicht verstehen wie das sein könne. Irgendwann nachdem ich ihn dabei beobachtete wie er mit dem Zollstock wichtig nachmaß, fragte ich ihn wie hoch es denn da jetzt sei. Die Antwort 14cm. Ich ging dann hin und maß nach und sagte, komisch, bei mir sinds gerade mal 11 er solle mir dochmal zeigen wie er auf 14 kommt. Das tat er dann auch. Er stellte das Ende des Zollstocks auf den Schotter und neigte diesen dann solange bis der Strich der 14 genau an der Schnur anlag. D’oh! Auf meine Nachfrage ob er mich verarschen wolle und ob er schonmal was von einem Herrn Pythagoras gehört hätte, kam nur ein dummes Gesicht. Da stand ich Anfang 20, keine 2 Jahre mit der Lehre fertig, und vor mir ein erwachsener Mann um die 50 der angeblich Jahrzehnte im Bergbau garbeitet hatte und der war zu blöd mit einem Zollstock 14cm unter der Schnur die Höhe abzulesen bzw. zu doof den Zollstock dabei einigermaßen gerade zu halten. Am liebsten hätte ich ihn nach Hause geschickt. Und das Beste war, dass er, obwohl blöd wie Pommes, auch noch den ganzen Tag unaufhörlich dummes Zeug laberte.

Als ich meinen Schieber in der Mittagspause mal drauf ansprach wurde nur süffisant gegrinst, ich müsse halt irgendwie damit klarkommen, er hätte keine anderen Leute. Also steckte ich die nächsten Tage quasi alleine alles ab, während Dieter mit dem Radlader im Schneckentempo Schotter holte und planierte diesen anschließend mit der Schaufel. Ronald ließ ich, so oft es ging, mit der Rüttelplatte abrütteln, dabei konnte selbst er nix falsch machen und ich hatte wenigstens meine Ruhe. Zum Wochenende hin tat mir bloß das Handgelenk immer stärker weh und am Samstag abend war es richtig geschwollen und machte bei jeder Drehbewegung komische Geräusche bzw vibrierte irgendwie seltsam.

BLUE OCEAN

2008:07:08 um 18:14:35 | Veröffentlicht in Erlebtes, Sachen die ich nicht versteh’. | Hinterlasse einen Kommentar
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als Namen für ein Duschgel verwenden, dann aber solch eine Verpackung wählen, dass die Farbe eher nach Ostsee nach zweitägigem Sturm aussieht. Nämlich eine Mischung aus Silber, Grau, Anthrazit und einem Fitzelchen Türkis. Ich habe ja eine leichte Rot-Grün-Schwäche, das heißt ich erkenne hier die 47 erst nach genauem Hinsehen aber ich bin ja zum einem nicht vollkommen farbenblind und zum anderen nur eine Minderheit. Ich meine in den Großkundentuben für Wurstbudenbesitzer verkauft man doch auch nicht den Ketchup in gelben und den Senf in roten Tuben. Oder?
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Gestern

2008:07:08 um 18:12:06 | Veröffentlicht in Unfug, Wissenschaft&Technik | Hinterlasse einen Kommentar
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hab’ ich gelernt wie man aus dem Oktagon des Aachener Domes eine Brezel macht.
Aber das interessiert bestimmt keine Sau, oder?

[Update:] Frau Anna fragte, ob Zucker- oder Laugenbrezel? Das stand da leider nicht bei, ich fürchte um eine Änderung des Ausgangsstoffes gings nicht, es wird wohl eine steinharte Brezel. (harhar)

Hier die Bastelanleitung zum Selbermachen. Leider weiß ich nicht wo sich in meiner Nähe das nächste Oktagon befindet.

[…

Als nächstes wollen wir eine Brezel (d.h. eine Fläche mit 2 Henkeln) aus einem Achteck bauen.

Dehio_10_Dome_of_the_Rock_Floor_plan.jpg

AachenerDomDecke.jpg

Das erste Bild zeigt den Grundriß des Jerusalemer Felsendoms, das zweite das Oktogon im Zentrum des Aachener Doms. (Quelle:Wikipedia) Ich hoffe, daß die zusätzlich eingezeichneten Elemente niemanden verwirren. (Das einzige andere 8-Eck, welches ich bei Wikipedia gefunden habe, war im Artikel über das Café Achteck, und den wollte ich hier dann doch nicht verlinken.)

Wenn man in einem Achteck die erste mit der dritten und die zweite mit der vierten Seite verklebt erhält man einen Torus mit einem viereckigen Loch (dessen Rand aus den übrigen 4 Kanten besteht). Wenn man dann auch die fünfte mit der siebenten und die sechste mit der achten Kante verklebt, erhält man die unten abgebildete Brezel. (Leider gibt es dazu kein Video auf YouTube. Wenn man sich die Konstruktion nicht vorstellen kann, sollte man ein Achteck aus Papier ausschneiden und die Konstruktion tatsächlich durchführen.)

Doubletorus.png

…]
Soweit die Anleitung aus diesem Artikel. Genau das Richtige für einen verregneten Sonntagnachmittag, oder?

Als Ladeninhaber ohne triftigen Grund

2008:07:08 um 18:07:36 | Veröffentlicht in Erlebtes, Unfug | Hinterlasse einen Kommentar
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ständig seinen PKW auf einen der wenigen Parkplätze direkt vor sein Geschäft abstellen.
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Blauer Montag – oder: Naher Osten Teil 03

2008:07:08 um 18:05:54 | Veröffentlicht in Erlebtes, Galabau | Hinterlasse einen Kommentar
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Fortsetzung von Teil 02

Die eigentliche Kantine befindet sich in dem hinteren Gebäude, der von mir so bezeichnete „Wintergarten“ ist offenbar ein Anbau der jetzt als Speisesaal dient und durch einen später hinzugefügten Durchlass zu erreichen ist. Das seltsamste ist der Fußboden, er ist ordentlich gefliest, aber enthält alle paar Meter Punkteinläufe mit jeweils deutlichem Gefälle dorthin, so dass die gesamte Fläche etwa gleichmässig in trichterförmige Felder unterteilt ist. Mich irritiert bloß der geringe Abstand, so etwas würde in einer Waschkaue durchaus sinnvoll sein, und um einen Bergbaubetrieb handelte es sich ja hier auch, nur, die rundum bis zum Boden verglasten Wände passten nicht dazu, wer zieht sich schon gerne in einem an der Straße gelegenen Wintergarten um? Die Kantine war privatisiert worden, und sollte irgendeinem Stinkstiefel gehören, der sich aber so gut wie nie blicken ließ. Das Küchenpersonal war durchgehend weiblich, was durchaus auffiel, da sich im gesamten Umkreis von über 2 km zu diesem Zeitpunkt ansonsten nur eine einzige Frau aufhielt. Ich glaube sie gehörte zu einer Tischlereifirma die irgendwo Innenausbau machte. Es gab jeweils 2 Menues zur Auswahl, man konnte aber auch Bockwurst mit Brötchen oder Frikadellen mit Kartoffelsalat o.ä. bekommen.
Hier mal eine persönliche Anmerkung zu Kantinen. Als Gärtner war man fast immer auf wechselnden Baustellen und zumeist auf auswärtige Kost angewiesen. Einige ältere Mitarbeiter aßen fast ausschließlich ihre mitgebrachte Verpflegung, wobei die ausländischen Mitarbeiter fast immer eine liebevoll zusammengestellte reichhaltige Verpflegung dabei hatten. Wir jüngeren hatten wenn überhaupt bloß Knifften oder Bemmen für’s Frühstück mit und versorgten uns zum Mittag meistens aus der näheren Umgebung. Wenn wir bei der Ruhrkohle arbeiteten gab’s meistens Kantinen, ansonsten hatte man nach einiger Zeit etliche Erfahrung mit Imbissen aller Art.
Ich hab deshalb schon öfters eklige und unappetitliche Läden und Speisen gesehen, aber das viel gehörte Kantinenbashing von manchen Leuten kann ich echt nicht ab. Wenn man statt für kleines Geld eine deftige Mahlzeit, irgendeine ausgefallene Spezialität, wenn’s geht auch noch mit erfüllten Sonderwünschen erwartet, soll man entweder in ein reguläres Restaurant gehen, oder sich seinen Krempel selber mitbringen. Das ewige Genöle übers Essen hab ich nie verstanden.
Das Essen war auf jeden Fall reichhaltig, und die Portionen mehr als gut. An die Preise kann ich mich nicht mehr erinnern, außer das ich daran nichts zu meckern fand. Und ich hab ca ein halbes Jahr lang fast täglich da in der Woche gegessen. Das Personal war freundlich und wir sind oft abends noch nach 19:00 dahin gefahren, dann aßen wir das was übrig geblieben war, die letzten Würstchen, Kotteletts o.ä. wurden auch extra für uns noch mal warm gemacht. Im Gegensatz zum Mittag, wo mehrere hundert Bergleute und Monteure, die gerade das gesamte Industriegebiet neu errichteten, dort Essen fassten, waren wir spät abends meistens die einzigen Gäste. Dort hab ich dann nach einem Tipp von S.B. abends auch meine erste Soljanka probiert.
Während wir am Tisch saßen und aßen beguckte ich mir das ganze Treiben um mich rum. Die eine Hälfte der Gäste bestand aus den Monteuren fast sämtlicher Gewerke: Hochbau, Tiefbau, Innenausbau, Maschinenbau, Maler, Zimmerleute, Dachdecker, Elektriker etc, und zwar so wie ich das beurteilte, zu über 90% aus dem Westen. Die Andere anscheinend aus Bergleuten der Wismut. Die Tische waren alle gleich groß und hatten jeweils Platz für 4 Personen, da es im gesamten Raum wegen des beschrieben Gefälles keine einzige halbwegs waagerechte Stelle gab, und 3 Punkte eine Ebene bilden, aber jeder Tisch 4 Beine hatte, ergab sich die groteske Situation, dass jeder Tisch wackelte, wirklich ausnahmslos jeder.

Und um dieses faszinierende Gesamtbild noch zu steigern, hatten die Leute am jeweiligen Tisch mindestens ein Bein „unterfüttert“. So etwas war mir aus Kneipen durchaus vertraut, aber bei uns nahm man dafür normalerweise Bierdeckel, hier nicht, hier nahm man Besteck. Ja Besteck, denn das bestand auch nicht aus Stahl sondern aus Aluminium, (noch so ein Faszinosum der sozialistischen Mangelverteilung) und ließ sich problemlos umbiegen. Das klappte leider gelegentlich auch unfreiwillig beim Fleischzerteilen. Jedenfalls befand sich unter jedem Tisch eine Einzelanfertigung aus einem Konglomerat von umgebogenen Messern, Gabeln und besonders Löffeln, bei denen passte nämlich das Stuhlbein ganz gut in die für Suppe gedachte Vertiefung.

Bei den Wismutmitarbeitern handelte es sich um Bergleute, die noch benötigt wurden um den Betrieb geordnet aufrecht zu erhalten. Die Uranerzförderung wurde nach der Wende zwar eingestellt aber man kann ein Bergwerk nicht einfach stillegen. Beziehungsweise man kann schon, aber dann muss man aus der darüberliegenden Fläche sozusagen ein Naturschutzgebiet ohne Zutrittserlaubnis machen, was zumeist schwierig ist, wenn sich wie so oft noch komplette Siedlungen darüber befinden. Bergschäden entstehen entgegen landläufiger Meinung weniger durch den eigentlichen Betrieb, sondern meistens durch den Verfall bereits stillgelegter Flöze. Legt man ein Bergwerk still und schaltet die Pumpen ab, läuft es in kürzester Zeit mit Grubenwasser voll und säuft ab. Es kommt zu massiven Einbrüchen. Ein einmal eingestellter Bergwerkbetrieb kann deshalb auch nie wieder reaktiviert werden, das sollte man mitbedenken wenn man zum Beispiel über Stilllegungen der Kohleförderung im Ruhrgebiet nachdenkt.

Es muss also einen geordneten „Rückbau“ geben, will man immense Folgeschäden vermeiden. Das wichtigste ist zunächst die Pumpen weiter zu betreiben um die Anlagen unter Tage trocken zu halten. Und dann müssen die Abstützungen ständig überprüft und gegebenenfalls erneuert werden bis alle Hohlräume verfüllt sind. Ein enorm kostspieliges und zeitaufwendiges Unterfangen, das aber wenigstens einem Teil der ursprünglichen Belegschaft noch einige Jahre die Arbeitsplätze erhalten würde. Im Falle der Wismut kam als Besonderheit noch hinzu, dass das schwach radioaktive Bergematerial, aus dem die beiden bereits genannten Halden bestanden, wieder abgetragen und nebenan zum ehemaligem Tagebau Lichtenberge verbracht werden sollte. Dort war später dafür die größte Kipperflotte Europas im Einsatz. Bis zur Bundesgartenschau 2007 in Gera entstand dort dann die Neue_Landschaft_Ronneburg.

Erkennen konnte man die Kumpel alle an ihren Blaumännern. Und das fand ich die nächsten Tage jedesmal faszinierend. Also die Blaumänner schienen mir (ich bin ja nicht aus der Textilbranche, die lag ja mehr so bei W´tal oder der falschen Rheinseite bei Krefeld) von etwas geringerer Qualität als aus dem Westen, aber ansonsten durchaus vergleichbar. Ich war selbst nie beim Barras aber ich habe gehört, dass es Uniformen in ausschließlich drei verschiedenen Größen gibt. Normal, Groß und Klein. Das ist natürlich schlecht, denn die Menschen sind ja verschieden. Es gibt wohl drei Hauptunterteilungen in: Ektomorph, Mesomorph, und Endomorph und daraus setzen sich dann etwa 80 Unterkategorien zusammen. (Das habe ich gerade nachgeschlagen, das ist kein Hobby von mir). Nun könnte man meinen, Blaumänner aus DDR Produktion gäbe es auch bloß in 3 Größen, zum einem wegen der Mangelwirtschaft und zum anderem muss man darin ja nun wirklich nicht besonders chic drin aussehen. Gab es aber nicht, es gab durchaus mehr, zwar keine 80 verschiedenen, (gabs im Westen ja natürlich auch nicht), aber ich schätze so an die 12 verschiedenen Größen gabs schon, wenn man die Jacken mitzählt. Also für kleine stämmige Leute, für kleine normale Leute, für kleine Schmächtige, für Normalgroße mit und ohne Bauch, für schlacksige lange Kerls, für richtig Kräftige, für fast jeden Typ gab’s die passende Größe.
Jetzt werden Sie sich fragen, „Wozu erzählt der das? Das ist doch total selbstverständlich und langweilig.“ Die Antwort ist, ich frage mich bis heute, wenn damals in der DDR die Menschen genauso verschiedene Staturen hatten wie im Westen, und es Blaumänner in zig verschiedenen Größen gab, wozu hat man denn damals offenbar ein Gesetz erlassen, welches es augenscheinlich ausnahmslos jedem Kumpel verbat, einen ihm passenden Blaumann zu tragen?

Glück auf!

Fundstück:

2008:07:08 um 18:03:15 | Veröffentlicht in Fundstücke | Hinterlasse einen Kommentar
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Konflikt

Seit einigen Monaten lebt Werner nun bereits im Haus, das Achim erbaut hat. Draußen drohen ihm Unbill und Schmähung. Viele Leute konnten ihn nicht leiden, haben ihn gemobbt und ihm bewaffnet aufgelauert. Er ist krankenhausreif geprügelt worden, seine Mutter wurde von denen umgebracht, sein Vater starb an der Trauer. Gehetzt floh er hierher — wohin denn auch sonst?

Werners Sachen liegen überall verstreut. Er bedient sich in Achims Kühlschrank, trägt Achims Sachen und schläft in Achims Bett. Achim wohnt derweil in der Abstellkammer, seine Frau und Kinder auf dem Dachboden, nur selten dürfen sie sich sehen. Allein den Familienhund und das Hausmädchen duldet Werner um sich. Die Frau macht sauber, der Hund schützt ihn. Werner gibt hier schon so lange den Ton an, als ob er immer schon hier gewesen wäre, fast als wäre es Vorsehung. Kein Zweifel: Er ist der Herr im Haus.

Machmal traut sich eines der Mitglieder von Achims Familie heraus, schreit und weint und haut Werner eine runter. Mitunter behaupten sie dabei, sie täten es, weil er sie ungerecht behandele. Pffft, selbst wenn dem so wäre, müssten sie ja wohl nicht gewalttätig werden, oder? Die sind einfach so. Das gleiche Pack wie die Rowdys vor dem Haus! Man kann sie vom Fenster aus erkennen, wenn man ganz genau hinschaut. Werner macht dann immer ein Riesentheater. Er brüllt und verpasst gleich der ganzen Bagage einen mit dem Gürtel, er tritt den Familienhund und streicht Achims Familie eine ganze Mahlzeit. Er zerschlägt die Vasen, verbrennt die Fotoalben und unternimmt auch sonst alles Erdenkliche um klarzustellen, dass er sich nichts bieten lassen wird, nun da er in diesem Haus wohnt. Man könnte doch so friedlich zusammenwohnen — und trotzdem wollen sie einfach nicht Ruhe geben. Dabei wäre es doch das einfachste für alle.

Quelle: www.citronengras.de

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